10.06.2017 - Orkney Island
Der heutige Tag fing wieder etwas
früher an, da wir um 8 Uhr vom Hotel aus losfahren wollten.
Schliesslich war dies der Tag mit der längsten Autofahrt und
generell der längste Tag der ganzen Reise. Wir hatten eine Fähre
nach Orkney, die wir erreichen mussten um 1 Uhr in Scrabster. Die
erste Strecke unserer Autofahrt war sehr kurvig und es fühlte sich
bereits dort an als wären wir auf hoher See.Auf dieser Strasse waren
es auch oft die Single-track-roads. Wir hatten aber das unverschämte
Glück, dass uns in einer Stunde Autofahrt nur 5 Autos entgegen
kamen. Dementsprechend gut kamen wir vorwärts. Nach einem kurzen
Rast-stop in Leigh ging es weiter auf einer grösseren Autobahn.
Bevor wir auf unsere Fähre gingen, hielten wir noch in der kleinen
Ortschaft xxx an. Wir machten aus, dass wir uns um 12 wieder beim
Auto trafen. Als Verena um 4 vor 12 noch nicht beim Auto wahr, wurde
sie beinahe von Connie aufgegeben. Wenn Sie die Wahl gehabt hätte
zwischen Verena und der Fähre, hätte Verena ins Leere geschaut.
Aber als sie 1 Minute später auftauchte war der Tag gerettet. Ich
meine die Fahrt nach Scrabster dauerte auch noch so lange da konnten
wir uns keine Verzögerungen leisten...nach 4 Minuten Autofahrt waren
wir am Fähren-Hafen angekommen.
Die Überfahrt nach Orkney dauerte
zirka eineinhalb Stunden und wir verbrachten die meiste Zeit davon im
Restaurant und assen eine Kleinigkeit. Einzig als der Capitän sagte,
dass wir jetzt gerade am Old man of Hoy durchfahren gingen wir für
10 Minuten an Bord. Die Küsten von Orkney sind wirklich unglaublich.
Connie freute sich wie ein kleines
Kind, dass sie die erste war, die von der Fähre fahren durfte und
wir stiegen alle schnell wieder ein. Nun hatten wir den ganzen
Nachmittag zeit um uns Orkney anzuschauen bevor es Abends um 10 auf
die nächste Fähre nach Shetland island ging.
Wir begannen unsere Tour mit den Ruinen
von Skara Brae. Die Ruinen wurden nach einem grösseren Sturm
zufällig entdeckt von dem Bewohner des Gebietes. Sie zeigen gut auf,
wie man vor 5000 Jahren etwa auf diesen Inseln gelebt hat. Umringt
sind die Ruinen von dem schönsten Grün und einem Sandstrand. Orkney
ist eine Insel auf der die Milchproduktion die Haupteinnahmequelle
ist, da das Land sehr fruchtbar ist und sich dafür ideal eignet.
Dementsprechend sahen wir heute mehr Kühe als Schafe, obwohl die
Guten immer noch in grossen Zahlen vertreten waren.
Mit dem Wetter hatten wir soweit
unglaubliches Glück. Am morgen, während wir nach Scraster fuhren,
regnete es konstant. Nun auf den Inseln hat es aufgehört zu regnen.
Der Wind geht zwar wie bescheuert aber wir wurden informiert, dass
das noch kein richtiger Wind sei. Also standen wir für zirka 20
Minuten in dem starken „nicht Wind“ bevor wir uns noch das Skail
Haus an sahen, das Haus des Grundbesitzers. Dieser lebte bis in die
80er Jahre in dem Haus und war auch eher gut betucht.
Von dort aus brachen wir auf uns sahen
uns einen grossen Steinkreis an. Den Ring of Brodgar. Ein Teil dessen
Areals musste bereits abgeschirmt werden, da zu viele Touristen auf
dem Gebiet rumtrampeln und den Boden zu sehr aufweichen aber die
riesigen Steine waren echt eindrücklich. Niemand weiss genau
weswegen die Steine dort sind aber eine der Vermutungen ist, dass sie
benutzt wurden um die Erntezeiten aus zu rechnen.
Nach dem Steinkreis fuhren wir weiter
nach Kirkwall, die grösste Stadt Orkneys. Als Hauptattraktion dort
besuchten wir die St Magnus Kathedrale. Die Kathedrale wurde in den
1100er Jahre gegründet zur Ehrung von Magnus Erlendsson, der ein
Earl in Orkney war. Magnus teilte sich den Earl Titel mit seinem
Cousin Hakon. Da die beiden sich nicht einigten wollten sie sich zu
Friedensverhandlungen treffen. Diese wurden allerdings abrupt
unterbrochen, als Hakon Magnus hinterrücks von seinem Koch mit einer
Axt erschlagen lies. Um Magnus' Andenken zu ehren errichtete sein
Neffe die Kirche, bevor auch er 20 Jahre später ermordet wurde. Die
Gebeine der beiden befinden sich noch immer in der Mauer der
Kathedrale. In der Mitte der Kathedrale hat es 2 grössere Steine auf
denen ein Kreuz ein gekratzt ist. Hinter diesen Steinen befinden sich
Schatullen mit den Gebeinen.
Ebenfalls in der Kirche befindet sich
eine bronzene Glocke der HMS Royal Oak, die im zweiten Weltkrieg
gesunken war. Über 800 Mann verloren auf diesem Boot ihr Leben.
Alles dank einem einzigen deutschen U-Boot, das nur mit einem
einzigen Mann bemannt war. Da das U-Boot es ganz alleine an den
Absperrungen vorbei geschafft hatte um das Boot zu senken und es auch
wieder weg geschafft hatte, wurde daraufhin die Churchill Wall erbaut
um weitere solche Aktionen zu verhindern.
Nach der Kathedrale fuhren wir noch zu
einer italienischen Kirche gleich neben der Churchill Wall. Die
Churchill Wall wurde von italienischen Kriegsgefangenen erbaut, denen
allerdings ein rechtes Ausmass an Freiheit zu gute kam. Unter anderem
war es den Gefangenen erlaubt ihren eigenen Garten anzulegen und eine
Kirche zu bauen. Die Kirche ist noch heute gut erhalten obwohl die
meisten der Gefangenen Orney nach dem Krieg wieder verlassen haben.
Auf der Fahrt zur Kirche kamen wir noch
an den besten Schweinen überhaupt vorbei. Wollschweine! Die beiden
waren so flauschig wie Schafe. Die wunderfitzigen Tierchen kamen ganz
nahe zu uns. Die fanden uns wohl ebenso spannend wie wir sie.
Das Abendessen assen wir noch in
Kirkwall in einem Hotel. Gegen halb 8 kamen wir dort an uns assen
gemütlich zu Abend. Das Essen war ausgezeichnet und viel zu viel.
Wir waren richtig froh hatten wir etwas Abstand zwischen den
verschiedenen Gängen.
Bevor wir wieder zurück zum Auto
gingen, hielten wir noch kurz in einem Souvenirladen an. Wir sind
jetzt neu ausgerüstet mit Puffin-Socken!
Mit dem Auto waren wir schnell bei der
Fähre und warteten dort noch eine Stunde bis wir an Bord gehen
konnten. Patricia und ich hatten das wichtigste in unsere Rucksäcke
gepackt sodass wir nicht einen Koffer mit uns mitschleppen brauchten.
Unsere Kabine hätte definitiv nicht wirklich platz gehabt für 2
Koffer aber so für uns 2 mit den Rucksäcken hatten wir absolut
genügend Platz zur Hand. Die Betten waren super bequem und auch
Dusche und WC sind nicht allzu klein. Da es bereits 11 Uhr war als
wir an Bord gingen stoppten wir nur noch kurz in der Bar bevor wir in
unsere Zimmer gingen und schnell weg schliefen.
Ausserdem haben wir erfahren, dass
Nunningen die saubersten Hänge der Schweiz haben. Da alle immer dort
d „Häng wäsche“


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