01.09.23 : Takachiho






Heute war der Tag an dem wir Takachiho erkunden wollten. Eigentlich war unser Hauptziel eine Bootsfahrt in der Schlucht gewesen. Aber weil es wegen des Taifuns so viel regnete wurde das gecanclet.

Wir hatten als ersten Stopp das Touristenbüro auf dem Programm weil wir so viele Fragen hatten.
Erste Frage: Fährt das kleien Touristenzüglein? - Ja
Gibt es noch Tickets für Kagura beim Tempel? - Nicht online aber geht rechtzeitig dann hat es noch.
Gibt es Kaffee, dass jetzt schon geöffnet ist? - Nein. 🤣 Alles geht un ca. 11 Uhr auf.
Gibt es ein Lightup bei der Gorge? - Nein. (Gut sind wir nicht noch weiter gelaufen gestern...)
Die beiden waren übrigens super nett und hilfreich.

Nach einem kurzen Stopp in einem Conbini (es gibt sogar einen 🤣) gingen wir zum kleinen Touristenzug. Der fährt auf den alten Schienen vom ausrangierten Zugnetz. Die Fahrt dauert hin und zurück nur 30 Minuten aber der Stopp auf der alten, hohen Brücke war die Fahrt wert. Man hatte einem super Ausblick in die Schlucht. Als extra wurden noch Seifenblasen versprüht 🤣 Eine der Maschienen meinte es zu gut und bombardierte den Fahrer beim Rückfahren mit Blasen. Im Tunnel gab es immer Laser-Lichtershow.

Nach unserem Bahnfährtchen liefen wir endlich runter zur Schlucht. Bei Tag sah man hier auch tatsächlich mal etwas. Die Schlucht an sich war schon toll...aber hier drückte zum ersren Mal ein bisschen der Nationalstolz durch...die schweizer Schluchten sind schon ein bisschen beeindruckender...ich glaube es wäre spannender gewesen in der Schlucht mit dem Boot zu fahren. So war es auch schön. Aber nicht super überwältigend 🤣

Nachdem wir uns mit einem Softeis gestärkt hatten, liefen wir wieder den Berg hoch. Da wir beide absolut keinen Bock auf unsere Unterkunft und deren Geruch, hatten, gingen wir in ein Café. Nach dem Café wollten wir eignentlich noch mit dem Bus zu einem Tempel fahren. Wir dachten kurz daran in einem anderen Café einen Toast zu essen, aber das war zu. Also waren wir kurz ratlos. Also gingen wie zurück zu einem Restaurant, das mit Teehaus angeschrieben war. Das war super lecker aber zum Glück hatten wir Hunger. Wir assen ein riesiges Mittagessen, was aber noch gut aufging. Der Reis köchelte vor uns auf einem Koche rund wurde zum Schluss noch mit Tee gekocht.

Die Busfahrt war kurz und schon waren wir beim Amanoiwato Shrine. Wir wussten dass der nächste Bus zurück erst in 1.5 Stunden fuhr und dachten wie würden uns langweilen....es ging perfekt auf. Der Schrein ist ziemlich gross und verstreut. Wir hatten mit kurzer Trinkpause fast genau 1.5 Stunden um alles an zu schauen. Zum Schrein gehört eine Höhle, die im Shintoismus extrem wichtig ist. Das ist die Höhle in der sich die Sonnengöttin Amaterasu vor ihrem Bruder versteckt hatte. Um die Göttin wieder aus ihrem Versteck zu locken veranstalteten die Bewohner ein Fest und tanzten (Kagura).

Für den Abend hatten wir geplant eine Kagura Aufführung zu schauen. In Takachiho wird jeden Abend eine sehr Kurzversion von Kagura aufegführt. Es ging nur eine Stunde...das richtige Kagura dauert einen halben Tag. Es fängt um 7 Uhr Abends an und dauert bis 7 Uhr morgens. Diese Art von Kagura findet einmal im Jahr in Takachiho statt.
Wir waren sehr froh, dass wir noch Tickets bekamen. Es war wirklich noch eine spannende Aufführung.

Nach der Vorstellung hatten wir noch Hunger und gingen noch einmal in das Izakaya vom Vortag. Izakayas sind perfekt für den Kleinen bis Grossen Hunger. Wir bestellten uns noch einmal die Kartoffel und dazu Miso-Onigiri und japanisches Eieromelett.
Der Kellner hatte uns scheinbar mit seinem Motarrad gekreuzt als wir zur Schlucht gingen. Er hatte uns noch vom Vortag gekannt. Dieses mal traffen wir auch noch the man, the myth, the legend : Gan-chan.
Das ist der Besitzer dieses Iazakayas und im Dorf wohl bei allen bekannt. Er hatte von Besitzer unseres Gästehaus gehört, dass zwei schöne Damen da gewesen wären aber er hatte uns am Vortag verpasst. Anscheinend ist er auch noch Fahrer für das Touristenzüglein aber er war am Morgen als wir gingen noch nicht dort.
Sicherlich eine halbe Stunde trank er mit uns mit.
Als wir gingen kam er auch gleich mit, weil er in die Karaokebar gleich gegenüber von unserer Unterkunft ging. Mit der Ausrede, dass wir am Morgen früh aufstehen müssen konnten wir uns drücken 🤣
Alles in allem war es trotzdem ein recht lustiger Tag gewesen.
Takachiho an sich ist klein schlechtes Dorf. Aber hier bekommt man mal richtig die überalterung von Japan zu gespühren. Viele der Häuser sind leer und baufällig. Auf den Strassen ist es recht leer und viele der Einwohner sind 60+
Wenn man dann aber noch so Dinge macht, wie die Zuglinie steichen, ist das nicht sonderlich erstaunlich.
Wir hatten unser staubiges Zimmer auf jeden Fall erfolgreich bis am späten Abend ignoriert und gingen bald schlafen.
Als ich bereits im Bett lag kam ein anderer Gast aus versehen bei uns ins Zimmer.wir hatten ihn und seine Freundin bereits am Vortag gesehen. Unser Zimmer war gleich gegenüber von den Toiletten und er kam aus versehen zu uns rein. Ich lag auf dem Bett und starrte ihn an und er starrte mich an und flüchtete aus dem Zimmer. Wir mussten beide nur unglaunlich lachen ab der Situation. Sein entgeistertes Gesicht war super. 

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